Globale Immobilienanlagen als Chance für Schweizer Pensionskassen
Internationale Immobilienanlagen fristen bei den Kapitalanlagen von Schweizer Pensionskassen eine untergeordnete Rolle. Mit Rücksicht auf die Volatilität auf den Aktienmärkten haben indes viele damit begonnen, ihre Asset-Allokation neu auszurichten. In vergangenen Jahren wurden aufgrund positiver Prognose der Aktienmärkte überwiegende Anteile der Portefeuilles zugunsten von Aktien angelegt. Diese Gewichtung hatte in Verbindung mit dem Absturz der Aktienmärkte hohe Buchwertverluste und den Verbrauch von Reserven zur Folge.
Die nachhaltig erzielbaren laufenden Erträge aus Immobilienanlagen hingegen, die gleichzeitig den wichtigsten Massstab für deren Bilanzierung abbilden, sind im Vergleich zu Aktien deutlich weniger volatil und korrelieren zudem nur schwach mit anderen Anlageklassen. Die Beimischung globaler Immobilien führt daher zur Reduzierung des Risikoprofils eines umfassenden Portefeuilles und zur signifikanten Stärkung der laufenden Rentabilität.
Weltweit steigt die Transparenz der Immobilienmärkte. Lokale und international aktive Immobilienunternehmen sammeln, analysieren und veröffentlichen die wesentlichen Marktdaten. Folglich können Marktrisiken und Erfolgsaussichten relativ präzise erfasst und zutreffend prognostiziert werden. Immobilieninvestitionen können somit risikoadjustiert ausgewählt werden.
Hinzu kommt weltweit die zunehmende wirtschaftliche Integration, in deren Folge Handels- und Investitionshemmnisse abgebaut werden und das potenzielle Anlagespektrum für institutionelle Investoren weiter kontinuierlich anwächst. Somit werden auch die Bandbreiten für eine angemessene internationale Diversifizierung bei den Immobilienanlagen immer attraktiver.
Inflationsrisiken stehen zwar im derzeitigen Umfeld der noch nicht überwundenenen Finanzmarktkrise nicht so sehr im Vordergrund, werden aber gewiss wiederkehren. Diese lassen sich über Immobilienanlagen begrenzen, was über Aktien und Obligationen nicht der Fall ist. Im Rahmen von inflationären Preisentwicklungen steigen überall nicht nur die Herstellungskosten neuer Bauten, sondern auch parallel dazu die Preise für bestehende Immobilien. Zudem sind Mietverträge weltweit überwiegend an die Entwicklung der Inflationsraten gekoppelt, weshalb sich ein Anstieg der Inflationsraten in höheren Erträgen niederschlägt und somit Realwertverluste kompensiert werden.



